David und Batseba

Die deutsche Bischofskonferenz legt ja neuerdings Wert darauf, den Tag der unschuldige Kinder besonders zu begehen. Als kleinen Beitrag hierzu zitiere ich nachfolgend aus der von selbiger Bischofskonferenz zusammen mit der EKD herausgegebenen Bibeleinheitsübersetzung.

Als David einmal zur Abendzeit von seinem Lager aufstand und auf dem Flachdach des Königspalasts hin und her ging, sah er von dort aus eine Frau, die badete ... die Frau des Hethiters Urija. ... sie kam zu ihm und er schlief mit ihr. Die Frau aber war schwanger geworden.
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Am anderen Tag schrieb David einen Brief an Joab und ließ ihn durch Urija überbringen. Er schrieb in dem Brief: Stellt Urija nach vorn wo der Kampf am heftigsten ist, dann zieht euch von ihm zurück, so daß er getroffen wird und den Tod findet.
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Dem Herrn aber mißfiel, was David getan hatte.
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Darauf sagte David zu Natan: Ich habe gegen den Herrn gesündigt. Natan antwortete David: Der Herr hat dir deine Sünde vergeben, du wirst nicht sterben. Weil du aber die Feinde des Herrn durch jene Sache zum Lästern veranlaßt hast, muß der Sohn, der dir geboren wird sterben.

Die Folgerung, wer am Tod das unschuldigen Kindes die Verantwortung trägt, ist folglich theologisch ganz eindeutig zu beantworten. Es sind die Feinde des Herrn, denn hätten diese nicht gelästert, so hätte es keinen Grund für die Bestrafung gegeben.

Schon damals also wurde von Ungläubigen auf hinterlistigste Art das Morden unschuldiger Kinder betrieben. Schon damals wußten sie es geschickt so anzustellen, daß sie vordergründig nicht als Täter in Erscheinung traten, sondern andere die Schmutzarbeit für sich machen ließen.


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Letzte Änderung: 16. Juli 2006