Neue Statistiken der GWUP belegen:

Kein Einfluß des Mondes auf menschliche Geburtenrate

"Bei Vollmond geht es in den Geburtskliniken rund", lautet eine alte Hebammen-Weisheit. Ob der Erdtrabant aber wirklich einen Einfluß auf die menschliche Geburtenrate besitzt, hat nun die in Rossdorf bei Darmstadt ansässige Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) untersucht. Das Ergebnis der Studie, die am Mittwoch, den 26.7.95 in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Skeptiker erscheinen wird, ist eine herbe Enttäuschung für alle "Mondsüchtigen": bei Vollmond finden nicht mehr Geburten statt, als zu jeder anderen Mondphase auch. Der Glaube an solche Mondeinflüsse entpuppte sich als alter Aberglaube.Die Wissenschaftler analysierten über 40.000 Geburtsdaten, sowohl aus europäischen Ländern, aus Entwicklungsländern und aus dem 19. Jahrhundert. Fazit: weder heute noch früher, weder in Städten noch in ländlichen Regionen ließen sich irgendwelche Auswirkungen des nächtlichen Gestirns nachweisen."Der Glaube an Mondeinflüsse auf den Menschen scheint ins Reich der Legenden und Gerüchte zu gehören, einen realen Hintergrund gibt es nicht", so lautet die Schlußfolgerung für den Heidelberger Soziologen Edgar Wunder, der für die Studie verantwortlich zeichnet. Phantasiegeschichten esoterisch angehauchter Autoren über spektakuläre Auswirkungen von "Frau Luna" auf Psyche, Kriminalstatistik, Geburtenrate, Alkoholismus oder Verkehrsunfälle hatten in letzter Zeit die öffentliche Diskussion geprägt. "Kein einziger dieser behaupteten Zusammenhänge läßt sich aber belegen", meint Wunder. Ziel der GWUP ist es, mit wissenschaftlichen Methoden den Wahrheitsgehalt außergewöhnlicher Behauptungen zu untersuchen.Ansprechpartner:

Edgar Wunder, Bergheimer Str. 88, 69115 Heidelberg, Tel./Fax: (06221) 164581

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Letzte Änderung: 5. August 1995