Vorwort

Die Arbeit von Richard M. Stallman spricht im Wortsinne für sich selbst. Vom dokumentierten Quellcode über veröffentlichte Artikel bis zu den Aufzeichnungen seiner Reden — nur wenige Leute haben so viel Bereitwilligkeit gezeigt, ihre Gedanken und ihre Arbeit offen zu legen.

Diese Offenheit — wenn man das unstallmansche Wort hier einmal durchgehen lässt — ist erfrischend. Schließlich leben wir in einer Gesellschaft, welche Information, besonders persönliche Information, als wertvolle Ware behandelt. Das lässt sofort die Frage aufkommen: Warum will jemand soviel Information hergeben, aber anscheinend nichts dafür haben?

Wie wir in späteren Kapiteln erkennen werden, gibt Stallman seine Worte und Werke nicht aus altruistischen Gründen her. Jedes Programm, jede Rede, jeder flotte Ausspruch, hat einen Preis, wenn es auch nicht die Art von Preis ist, den die meisten Leute zu zahlen gewohnt sind.

Dies sei hier nicht als Warnung, sondern als Eingeständnis vermerkt. Als jemand, der das letzte Jahr damit verbrachte, Tatsachen aus Stallmans Privatleben auszugraben, finde ich es mehr als nur ein wenig einschüchternd, mich an Stallmans Gesamtwerk heranzuwagen. Mark Twain sagte einmal: „Lass dich auf keine Auseinandersetzung mit jemandem ein, der seine Tinte fassweise kauft.“ Im Falle Stallmans sollte man nicht versuchen die definitive Biographie eines Mannes zu schreiben, der jeden seiner Gedanken zur öffentlichen Aufzeichnung frei gibt.

Dem Leser, der sich entschieden hat, einige Stunden seiner Zeit der Durchsicht dieses Buches zu widmen, kann ich getrost versichern, dass sich Sachverhalte und Zitate hier finden, die man nicht in einem Artikel auf Slashdot oder mit einer Googlesuche entdecken kann. Der Zugang zu diesen Informationen hat jedoch einen Preis. Im Falle der gedruckten Version dieses Buches kann man auf die herkömmliche Weise zahlen, indem man das Buch kauft. Im Falle der elektronischen Version können Sie nach Art der freien Software bezahlen. Dank den Leuten bei O'Reilly and Associates wird dieses Buch unter der GNU Lizenz für freie Dokumente veröffentlicht, was bedeutet, dass Sie helfen können das Werk zu verbessern oder dass Sie eine auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Version erstellen und diese unter derselben Lizenz veröffentlichen können.

Wenn Sie eine elektronische Version lesen und als Form der Bezahlung vorziehen, dieses Buch für künftige Leser zu verbessern und zu erweitern, heiße ich Ihre Vorschläge herzlich willkommen. Ab Juni 2002 werde ich eine auf das Grundgerüst zusammengeschrumpfte HTML-Fassung dieses Buchs auf http://www.faifzilla.org/ veröffentlichen. Mein Ziel ist, diese Fassung regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen und die Geschichte von „Frei im Sinne der Freiheit“ fortzuschreiben, wie die Ereignisse es erfordern. Wenn Sie die letztgenannte Methode vorziehen, so beachten Sie bitte Anhang C dieses Buches. Dort finden Sie in einen Abdruck Ihrer Rechte im Rahmen der GNU Lizenz für freie Dokumente.

Wenn Sie zu denjenigen gehören, die sich einfach nur zurücklehnen und lesen wollen, sei es online oder wie auch immer, betrachte ich Ihre Aufmerksamkeit als eine gleichwertige Form der Bezahlung. Seien Sie jedoch nicht überrascht, wenn Sie sich nach Wegen suchen sehen, den guten Willen, der dieses Werk ermöglichte, zu belohnen.

Eine letzte Vorbemerkung: Dies ist ein journalistisches Produkt, gleichzeitig aber auch eine technische Dokumentation. Während die Herausgeber und ich dieses schrieben und zusammenstellten, haben wir die Anmerkungen und Sachbeiträge verschiedener Teilnehmer, einschließlich Richard Stallmans selbst, abgewogen. Uns ist klar, dass es viele technische Details in der Geschichte gibt, die von zusätzlicher oder genauerer Information profitieren könnten. Da dieses Buch unter der GFDL herausgegeben wird, akzeptieren wir Patches genauso wie jedes andere Programm, welches freie Software ist. Akzeptierte Änderungen werden elektronisch zur Verfügung gestellt und werden schließlich in zukünftige gedruckte Ausgaben dieses Werks aufgenommen. Wenn Sie einen Beitrag zur weiteren Verbesserung dieses Buchs leisten wollen, können Sie mich unter sam@inow.com erreichen.

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Danksagungen

Besonderer Dank gebührt Henning Gutmann, dass er diesem Buch treu blieb. Ebenso Aaron Oas, dafür, dass er diese Idee Tracy überhaupt erst vorgeschlagen hat. Dank an Laurie Petrycki, Jeffrey Holcomb und all die anderen bei O'Reilly and Associates. Dank an Tim O'Reilly, dass er dieses Buch unterstützt hat. Dank an alle, die die Druckfahnen durchgesehen haben: Bruce Perens, Eric Raymond, Eric Allman, Jon Orwant, Gerald Jay Sussman, Hal Abelson und Guy Steele. Ich hoffe Ihnen gefällt diese tippfehlerfreie Ausgabe. Dank an Alice Lippman für die Interviews, Plätzchen und Fotografien. Dank an meine Familie, Steve, Jane, Tish und Dave. Und zum Schluss, last but not least: Danke Richard Stallman, dass du den Mut und die Ausdauer hattest, uns deinen „Quellcode“ zu zeigen.

Sam Williams